Meisterhäuser in Dessau
ÜBERSICHT | GESCHICHTE | ERSTE BEWOHNER | HÄUSER | BILDARCHIV | TERMINE | SERVICE | KONTAKT english version
     

Hermann Glöckner - Werke aus acht Jahrzehnten

18.09.2004 - 31.10.2004
Meisterhaus Kandinsky/Klee

Am Freitag, dem 17. September 2004 um 19.00 Uhr, wird im Meisterhaus Kandinsky/Klee eine bedeutende Ausstellung eröffnet, die die Stadt Dessau gemeinsam mit dem Anhaltischen Kunstverein zur Zeit vorbereitet. Mit dieser Präsentation von Werken Hermann Glöckners (1889 – 1987) wird ein Ausstellungszyklus begonnen, der in den nächsten drei Jahren mit den beiden anderen Ausnahmekünstlern der ehemaligen DDR, mit Gerhard Altenbourg und Carlfriedrich Claus seine Fortsetzung findet. Ihre Kunst, vor allem die von Claus und Altenbourg, erwuchs aus der besonderen Situation des isolierten Landes DDR mit seinem verordneten "sozialistischen Realismus". Sie entzogen sich dieser ideologischen und künstlerischen Bevormundung und setzten ihre eigenen künstlerischen Wahrheiten entgegen. Hermann Glöckner war bereits 60 Jahre alt, als die DDR gegründet wurde. Sein künstlerischer Ansatz reicht in die Zeit zurück, als die Moderne sich in den 20er Jahren im Nachexpressionismus, in der neuen Sachlichkeit und im Bauhaus neu formierte. So ist es ein außerordentlicher Reiz, Arbeiten dieses bedeutenden Dresdener Künstlers dort zu sehen, wo Kandinsky 1926 an seiner Schrift "Punkt und Linie zu Fläche" gearbeitet hat und Klee 1928 an seinem Aufsatz "Exakte Versuche im Bereiche der Kunst", erschienen in der "Bauhaus, Zeitschrift für Gestaltung". Natürlich waren die Bestrebungen des Bauhauses auch Hermann Glöckner bekannt, aber er war auch im übertragenen Sinne nie eigentlicher Schüler des Bauhauses. Das Zusammenfügen von zeitimmanenten künstlerischen Intentionen durch eine Ausstellung mit dem Werk Glöckners in der Architektur der Meisterhäuser und ihrer Aura von Klee und Kandinsky unterscheidet diese Werkschau, die reichlich 40 Arbeiten zeigen wird, von anderen Glöcknerausstellungen der letzten Jahre. Die Ausstellung in den Meisterhäusern will keine Gesamtschau des Werkes von Hermann Glöckner zeigen, sondern seine Arbeiten in der Nähe und in Parenthese zu Bauhaus, zu Klee und zu Kandinsky zeigen. Für dieses Projekt, ist es dem Kunstverein und der Stadt gelungen, den langjährigen Direktor des Dresdner Kupferstichkabinettes und ehemaligen Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Prof. Dr. Werner Schmidt, als Kurator der Ausstellung zu gewinnen. Werner Schmidt hat nicht nur über viele Jahre die Arbeit Hermann Glöckners begleitet, es verband ihn mit dem Meister auch eine langjährige Freundschaft. Prof. Schmidt hat trotz aller politischen Schwierigkeiten 1969 die erste große Glöcknerausstellung initiiert. Er hat für das Kupferstichkabinett und die Gemäldegalerie Neue Meister in Dresden Hauptwerke gesichert. Werner Schmidt ist der beste Kenner des Werkes von Hermann Glöckner. Somit befinden sich Auswahl der Werke, Präsentation und begleitender Katalog auch in den besten Händen. Man kann auf die Eröffnungsrede Werner Schmidts am 17. September gespannt sein.

 Publikation(en)

Ausstellungskatalog: Hermann Glöckner - Werke aus acht Jahrzehnten



 

Sonderausstellungen
Archiv der Sonderausstellungen
Veranstaltungen
Archiv der Veranstaltungen
© Stiftung Meisterhäuser | Impressum top