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Haus Kandinsky/Klee
von Südosten aus gesehen 2000
Foto: Gunnar Preuss |
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Kandinsky, Treppenhaus
2003
Foto: Jacobshagen |
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Wassily und Nina Kandinsky freuten sich trotz einiger ihrer Vorbehalte
gegenüber der Architektur über die neue Qualität der
Meisterhäuser: "In Weimar konnten wir keine größeren
Einladungen geben, weil unsere Wohnung dort viel zu klein war. In
Dessau änderte sich das. Endlich konnten wir unsere zahlreichen
Freunde und Bekannten auch zu uns bitten. Zweimal im Jahr ging es
in unserem Haus hoch her: Zu Silvester luden wir grundsätzlich
die Familien Klee, Grote und Albers ein. Auch Muche und seine Frau
gehörten zu unseren Gästen." Das Doppelhaus Kandinsky/Klee
baute im Inneren mit seiner farblichen Gestaltung wie mit der Ausstattung
den wohl größten Kontrast zur Architektur von Gropius auf.
Kandinskys ausgeführte Farbentwürfe für das Wohnzimmer,
sein Atelier und andere Räume zeigten deutlich, daß er
an autonomen Kunsträumen interessiert war. Das Wohnzimmer war
ausschließlich mit alten bzw. nicht aus dem Bauhaus stammenden
Möbeln ausgestattet, die Nische mit ihrer goldenen Farbigkeit
- eingerichtet mit Sofa, Teppich und Gemälde - wurde zur Inszenierung
eines besonderen Raumes.
Kandinskys fühlten sich so wohl in Dessau, dass sie die deutsche
Staatsbürgerschaft annahmen. Am 8. März 1928 erhielten Wassily
und Nina Kandinsky deutsche Pässe, die ihnen endlich erlaubten,
auch außerhalb Deutschlands zu reisen.
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