 |
 |
 |
Haus Gropius von
Südosten aus gesehen 1926 (bis 1945)
Foto: Lucia Moholy
© VG Bildkunst Bonn |
 |
|
 |
 |
 |
Haus Gropius von
Westen aus gesehen 1926
Foto: Lucia Moholy
© VG Bildkunst Bonn |
 |
|
|
Das von Beginn an als reines Wohnhaus für Walter und Ise Gropius
konzipierte Gebäude war auch geradezu für die Öffentlichkeit
bestimmt, es diente in vielen Führungen und in einem Film wie
ein Ausstellungsobjekt der Propagierung der Ideen des Neuen Bauens.
Das Leben des kinderlosen Ehepaars Gropius kreiste ganz um das Bauhaus.
Ise Gropius füllte die Rolle als Gastgeberin, Sekretärin
und "Promoterin" voll aus. Gropius' Biograph Isaacs schrieb
dazu: "Ise Gropius suchte ihren Mann zu entlasten, soweit sie
es vermochte, und führte auch die Korrespondenz mit Alma Mahler-Werfel
für ihn." 1928 verließ Walter Gropius das Bauhaus
und der 1927 als Leiter der Architekturlehre ans Bauhaus gekommene
Schweizer Architekt Hannes Meyer wurde neuer Bauhausdirektor. Hannes
Meyer hatte zuvor als Untermieter im Haus Schlemmer gewohnt, bevor
er dann in das Haus seines Vorgängers einzog. Nach ihm zog 1930
der dritte Bauhausdirektor, der Architekt Ludwig Mies van der Rohe
in das Einzelhaus und gestaltete es um. Mies van der Rohe pflegte
einen gegenüber seinen Vorgängern geradezu aristokratisch
anmutenden Lebensstil. So ist überliefert, dass er nicht nur
ein Hausmädchen, sondern auch einen regelrechten Diener hatte.
Für die Zeit ab 1932, als Lilly Reich Leiterin der Ausbauabteilung
am Bauhaus Dessau war, ist anzunehmen, dass sie mit im Meisterhaus
wohnte.
|
|