Meisterhäuser in Dessau
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Baugeschichte der Meisterhäuser

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Diffamierung, Vernachlässigung und neue Wertschätzung
Bauhaus und Meisterhäuser nach 1932


Auf Betreiben der Nationalsozialisten wurde 1932 das Bauhaus in Dessau geschlossen. Die internationale und avantgardistische Ausrichtung der Schule diffamierten die neuen Machthaber ebenso als Kulturbolschewismus wie die gesamten künstlerischen Leistungen der Moderne. Besonders das Bauhausgebäude, das als eine der gestalterischen Inkunabeln des Neuen Bauens schon vor 1932 Gegenstand kulturkonservativer Kritik geworden war, bot den Faschisten eine willkommene Angriffsfläche für ihre Propaganda:
"Mit dem Verschwinden dieser sog. ‚Hochschule für Gestaltung' wird eine der markantesten Stätten jüdisch-marxistischen ‚Kunst'-Willens von deutscher Erde verschwinden. Möge bald der gänzliche Abbruch folgen und dort, wo heute der nüchterne Glaspalast orientalischen Geschmacks steht, bald Heilstätten oder Anlagen entstehen, die deutschen Menschen Heimat und Erholung bieten."
(Stadtverordnetenvorsteher Hofmann, NSDAP, 1932, in: Anhalter Tageszeitung).

Anfang der fünfziger Jahre erklärte der Präsident der Bauakademie der DDR: "Die ‚Erzeugnisse' der Bauhaus-Architekten verunstalten auch heute noch unsere Städte wie das eigene frühere Gebäude des Bauhauses in Dessau." Erst nach dem kulturpolitischen Wandel der DDR in den sechziger Jahren fanden die Dessauer Bauhausbauten wieder öffentliches Interesse. 1974 wurden Bauhausgebäude und Meisterhäuser in die zentrale Denkmalliste der DDR als schutzwürdiges Kulturgut aufgenommen.

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